Für zuweisende Praxen
UpstreamKardiologie

Die Diagnostik

Alles an einem Tag, an einem Ort. Und nur das, was Ihre Frage beantwortet.

Herz und Treiber in einem Termin: Rhythmus, Pumpkraft, Klappen, Durchblutung, dazu Schlaf, Blutdruck, Stoffwechsel, Entzündung. Erhoben wird, was eine Entscheidung ändern kann. Weggelassen wird, was Sie nur beunruhigen würde.

Das Wichtigste

Drei Fragen, gleich vorweg

Mehr dazu steht weiter unten. Diese drei Antworten sollten Sie nicht suchen müssen.

Was passiert an diesem Tag?

Gespräch, EKG, Ultraschall des Herzens, Blutabnahme, bei Bedarf ein Langzeit-EKG und ein Messgerät für eine Nacht zu Hause. Alles in einem Termin und an einem Ort. Der Ablauf steht gleich hier darunter.

Was kostet das?

Die Praxis rechnet privat ab, nach der Gebührenordnung für Ärzte. Die Größenordnung der Laborkosten wird vor der Abnahme genannt, nicht hinterher. Was eine Untersuchung kostet, erfahren Sie vorher. Ablauf und Kosten

Was wird hier nicht gemacht?

Kein Belastungs-EKG, keine Bildgebung mit CT oder MRT, keine Herzkatheteruntersuchung der Kranzgefäße, kein Schlaflabor, keine Schrittmacherabfrage. Wo das gebraucht wird, stellen wir die Indikation und bahnen den Weg.

Der Fahrplan

Wie so ein Tag abläuft

Sechs Schritte in drei Phasen. Der erste passiert zu Hause, und er entscheidet, wie viel Zeit im Zimmer für Ihre Fragen bleibt.

Vorher

Alles, was schon vorliegt, ist gelesen, bevor Sie im Zimmer sitzen.

  1. Unterlagen hochladen

    Nach der Terminvereinbarung bekommen Sie einen Link zum Anamnesebogen, dort laden Sie hoch, was es schon gibt.

    Was dabei passiert

    Arztbriefe, EKGs und Langzeit-EKGs, Laborwerte, Bilder, die Medikamentenliste. Ein Foto mit dem Telefon genügt.

    Wenn Sie eine Uhr oder einen Ring tragen: die Aufzeichnungen der letzten Wochen mitbringen. Über Wochen hinweg sind sie oft die ergiebigste Quelle, die es gibt. Was die Uhr beitragen kann

Der Tag selbst

Herz und Treiber in einem Termin, an einem Ort, ohne zweiten Weg.

  1. Das Gespräch zuerst

    Weil die Vorgeschichte gelesen ist, beginnt der Termin mit Ihren Fragen und nicht mit dem Sortieren von Papier.

    Was dabei passiert

    Hier entscheidet sich auch, was überhaupt gemessen wird. Erhoben wird, was eine Entscheidung ändern kann, und weggelassen, was nur beunruhigt.

  2. Die Untersuchungen im Haus

    EKG, Ultraschall des Herzens und, wo es die Frage verlangt, die Blutdruckmessung über vierundzwanzig Stunden ohne Manschette.

    Was dabei passiert

    Bei Verlaufskontrollen untersucht dieselbe ärztliche Person, weil kleine Unterschiede zwischen zwei Untersuchern sonst eine Veränderung vortäuschen.

    Das Langzeit-EKG läuft hier bis zu sieben Tage statt der üblichen vierundzwanzig Stunden. Was einmal in der Woche auftritt, ist an einem einzelnen Tag meist nicht zu fassen.

  3. Blutabnahme, und das Gerät für die Nacht

    Abgenommen wird in derselben Sitzung, und wenn der Schlaf eine Rolle spielt, nehmen Sie ein kleines Messgerät mit nach Hause.

    Was dabei passiert

    Sie müssen dafür nicht in ein Labor und nicht ein zweites Mal kommen. Die Größenordnung der Kosten wird vor der Abnahme genannt.

    Das Schlafgerät misst eine Nacht im eigenen Bett Atmung, Sauerstoff und Puls. Bei Verdacht folgt die Abklärung in der Schlafmedizin.

Danach

Am Ende steht ein Bild und keine Liste.

  1. Der Befund, schriftlich

    Was gesichert ist, was offen bleibt, welche Treiber gefunden wurden und in welcher Reihenfolge sie angegangen werden.

    Was dabei passiert

    Dazu, was davon gesichert und was begründet ist. Wie die Treiber behandelt werden

  2. Nachgemessen wird, was geändert wurde

    Wenn etwas verordnet oder umgestellt wird, steht der Termin dazu gleich fest, in aller Regel nach acht bis zwölf Wochen.

    Was dabei passiert

    Gemessen wird dabei derselbe Wert wie am Anfang. Ein Ausgangswert ohne Wiederholung beantwortet nichts.

Das Herz

Die Untersuchungen im Haus

Alles, was am ersten Tag gebraucht wird, findet in der Praxis statt. Sie müssen dafür an keinen zweiten Ort.

EKG, Langzeit-EKG bis sieben Tage, Ihre Uhr

Das Ruhe-EKG zeigt den Moment. Das Langzeit-EKG läuft hier bis zu sieben Tage statt der üblichen 24 Stunden, und darin liegt der Unterschied: Was einmal in der Woche auftritt, ist an einem einzelnen Tag meist nicht zu fassen.

Die EKG-Aufzeichnungen Ihrer Uhr werden gelesen wie jedes andere EKG, und über Wochen hinweg sind sie oft die ergiebigste Quelle, die es gibt.

Echokardiographie

Ultraschall des Herzens: Pumpkraft, Klappen, Größe der Vorhöfe, Druck im Lungenkreislauf. Der Vorhof, der zu groß geworden ist, erzählt, wie lange der Druck schon wirkt. Bei Verlaufskontrollen achten wir darauf, dass dieselbe ärztliche Person untersucht, weil kleine Unterschiede zwischen zwei Untersuchern sonst eine Veränderung vortäuschen. Was die Klappen betrifft

Blutdruck über 24 Stunden, ohne Manschette

Ein Wert in der Praxis ist eine Momentaufnahme. Die Messung über Tag und Nacht zeigt, ob der Druck nachts absinkt, wie er soll, oder den Vorhof rund um die Uhr belastet.

Ausführlich

Gemessen wird manschettenlos. Kein Aufpumpen alle fünfzehn Minuten, kein zerrissener Schlaf, und damit Nachtwerte, die den Namen verdienen. Gerade sie entscheiden hier, denn der nächtliche Abfall ist der Teil der Messung, der am meisten über das Herz sagt.

Die Blutabnahme findet hier statt

Abgenommen wird in der Praxis, im selben Termin. Sie müssen dafür nicht in ein Labor und nicht ein zweites Mal kommen. Was dabei bestimmt wird, steht im nächsten Abschnitt, und die Größenordnung der Kosten wird vor der Abnahme genannt.

Was in der Klinik stattfindet

Die Untersuchung des Herzens von der Speiseröhre aus (transösophageale Echokardiographie), die elektrophysiologische Untersuchung im Herzkatheterlabor, Bildgebung mit CT oder MRT. Sie werden hier angeordnet und eingeordnet, durchgeführt werden sie am Kooperationsort.

Das Labor

Die Treiber im Blut

Ein Labor ist hier kein Katalog, sondern eine Reihe von Fragen. Die Grundlage wird immer erhoben. Was darüber hinausgeht, kommt dazu, wenn Befund oder Gespräch einen Grund dafür liefern.

Die Grundlage, und der Blick über den Tellerrand

Blutbild, Elektrolyte mit Kalium und Magnesium, Nierenfunktion, Leberwerte, Schilddrüse mit den freien Hormonen, Langzeitzucker, Blutfette, Eisenspeicher mit Ferritin und Transferrinsättigung, Gerinnung. Das ist die Ebene, auf der eine Leitlinie arbeitet, und sie wird vollständig erhoben.

Ausführlich

Im selben Röhrchensatz steckt hier aber mehr, und daran hängt der Unterschied. Der Zuckerstoffwechsel wird nicht nur am Langzeitzucker gemessen, sondern am Insulin nüchtern und am daraus berechneten HOMA-Index, bei Bedarf am Adipo-IR, der die Insulinwirkung im Fettgewebe abbildet. Beide zeigen eine Entgleisung Jahre bevor der Blutzucker auffällt.

Beim Vitamin B1 wird nicht der Spiegel im Serum bestimmt, sondern das Thiaminpyrophosphat im Vollblut, also die Form, die tatsächlich arbeitet. Dazu hochsensitives CRP und Homocystein, Vitamin D, der Omega-3-Index, Magnesium im Vollblut, Zink, Selen, Vitamin B12 und Folsäure, jeweils dort gemessen, wo der Wert etwas aussagt, und Schilddrüsenantikörper, wenn die Hormone Fragen aufwerfen.

Der erste Teil ist Leitlinie, der zweite ist begründet und nicht überall durch große Studien gedeckt. Deshalb wird ein Wert daraus nur bestimmt, wenn er eine Konsequenz haben kann, und nach acht bis zwölf Wochen nachgemessen, wenn etwas geändert wurde.

Entzündung und Infektionsherde

Eine chronische Entzündung, die den Vorhof reizt, hat eine Quelle. Gesucht wird sie dort, wo sie sich meistens versteckt: Zahnfleisch und Zähne (in Zusammenarbeit mit der Zahnmedizin), Nasennebenhöhlen, Darm, Fettgewebe, Schlafapnoe.

Serologische Tests auf durchgemachte oder chronische Infektionen und eine Untersuchung der Darmflora kommen dazu, wenn Befund und Geschichte einen Anhaltspunkt liefern. So bleibt die Diagnostik gezielt, und die Rechnung überschaubar.

Ausführlich

Das ist die Stufe, auf der die Studienlage am dünnsten ist. Deshalb steht sie unten, und deshalb erklären wir Ihnen jede Anordnung, bevor sie erfolgt.

Schlaf und Nerven

Was nachts passiert, und was das Nervensystem tut

Schlaf

Screening auf Schlafapnoe, zu Hause

Ein kleines Gerät für eine Nacht im eigenen Bett misst Atmung, Sauerstoff und Puls. Bei Verdacht folgt die Abklärung in der Schlafmedizin. Die Schlafapnoe ist der Treiber, der am häufigsten unentdeckt bleibt, und einer der wirksamsten, wenn er behandelt ist.

Nervensystem

Herzfrequenzvariabilität, auch aus Ihrer Uhr

Wie das vegetative Nervensystem den Puls steuert, lässt sich messen: in der Praxis, und über Wochen aus den Daten einer Uhr. Daraus ergibt sich, ob Episoden eher in Ruhe oder unter Stress entstehen, und was sich daran ändern lässt.

Wie das zusammenläuft Am Ende steht ein Bild, nicht eine Liste: welche Treiber bei Ihnen gefunden wurden, in welcher Reihenfolge sie angegangen werden, und was davon gesichert ist und was begründet. Wie die Treiber behandelt werden

Der Maßstab

Was erhoben wird, und was nicht

Ein Labor ist hier kein Katalog. Erhoben wird, was eine Entscheidung ändern kann, und weggelassen, was nur beunruhigt. Was wir messen, messen wir, weil daraus ein nächster Schritt folgt.

Genauso gehört hierher, was diese Praxis nicht selbst macht: kein Belastungs-EKG, keine Kernspin- oder Computertomographie des Herzens, keine Herzkatheteruntersuchung der Kranzgefäße, keine Untersuchung im Schlaflabor, keine Kipptischuntersuchung, keine Schrittmacher- oder Defibrillator-Abfrage.

Wo eines davon gebraucht wird, stellen wir die Indikation und bahnen den Weg zu Praxen und Zentren, mit denen wir regelmäßig zusammenarbeiten, von der Zahnmedizin über die Schlafmedizin bis zum Herzkatheterlabor. Der Befund kommt zu uns zurück und wird hier eingeordnet, statt dass Sie ihn selbst weitertragen müssen.

Verfasst und fachlich geprüft

Dr. med. Omar Anwar, Facharzt für Innere Medizin und Facharzt für Kardiologie, Tätigkeitsschwerpunkt invasive Elektrophysiologie. Beratung, Eingriff und Nachsorge aus einer Hand. Kardiologie und Innere Medizin, funktionell und integrativ gedacht: Behandelt wird der Mensch, nicht nur der Befund. Privatpraxis für Kardiologie in Hamburg. Zur Person

Zuletzt geprüft am 13. September 2026. Leitlinien und Studien stehen im Text mit Autor, Zeitschrift, Jahrgang und Seiten, nachlesbar, nicht als „Studien zeigen“.

Sie sind damit nicht allein

Sie werden begleitet, von der ersten Frage bis nach dem Eingriff.

Wer hierherkommt, hat meist viel gelesen und selten jemanden gehabt, der sich die Zeit genommen hat, es zusammenzusetzen. Dafür ist der erste Termin da.

Termin

Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen.

Termin vereinbaren

Nichts mitbringen

Nach der Terminvereinbarung bekommen Sie einen Link zu einem ausführlichen Anamnesebogen. Dort laden Sie auch hoch, was vorliegt: Arztbriefe, EKGs, Befunde, Laborwerte, die Medikamentenliste. Ein Foto mit dem Telefon genügt.

Was Ihnen das erspart

Ihre Unterlagen sind gelesen, bevor Sie kommen. Die Sprechstunde beginnt deshalb mit Ihren Fragen, nicht mit dem Sortieren von Papier.

Was es kostet

Steht vollständig an einer Stelle, mit Erstattung und Beihilfe: Ablauf und Kosten.

Bei akuten Beschwerden, anhaltendem Herzrasen, Luftnot, Brustschmerz oder Bewusstlosigkeit, wählen Sie bitte den Notruf 112. Diese Sprechstunde ist keine Notfallversorgung.

Termin anfragen